Interkulturelle Stimmen
In den Diskussionen zum Fortschrittsbegriff kamen in Ägypten, Bolivien, Deutschland, Indien, Namibia und Russland viele Themen zur Sprache. Aber es gab doch auch einige gemeinsame Nenner. So kam in allen Konferenzen die Frage auf, ob und wie Fortschritt mit traditionellen Werten vereinbar ist, welche Rolle Religion dabei spielt und wie fundamentalistische Strömungen aufgefangen werden können. Überall wurde dafür plädiert, Fortschritt gerecht zu gestalten, um die Schere zwischen arm und reich zu verkleinern. Aus allen Ländern, die sich an dem Projekt beteiligt hatten, kamen im November 2004 ausgewählte Teilnehmer nach Berlin, um den Austausch auf einer interkulturellen und interdisziplinären Ebene zu vertiefen. Bei dieser internationalen Konferenz standen die Themen
Fortschritt und Tradition,
Fortschritt und Religion,
Fortschritt und die soziale Frage im Mittelpunkt.
Die Diskussion, wie Fortschritt und Religion zusammenhängen, gab der Ludwig Maximilian Universität München die Anregung, sich mit diesem Thema intensiver auseinander zu setzen. Die meisten Teilnehmer des Fortschrittsprojekts waren gern bereit, sich vor ihrem jeweiligen Hintergrund zur Frage zu äußern, wie sich die
verschiedenen Religionen der Welt zum Fortschrittsbegriff stellen.



